Kleider in Bewegung

Frauenmode seit 1850

Gesellschaftskleid um 1885 — Horst Ziegenfusz

Ende des 19. Jahrhunderts geriet die Gesellschaft in Bewegung – Standesschranken fielen, demokratische Kräfte forderten die Monarchien heraus, und durch Industrialisierung und Elektrifizierung entwickelten sich neue urbane Räume und Gesellschaftsmilieus. Dies zeigt sich im rasanten Wandel der Bekleidung, vor allem in der weiblichen Mode. Kleidung und die durch sie ermöglichte Körperbewegung drückten ganz wesentlich die veränderten Geschlechterrollen und Lebensverhältnisse in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik aus.

Die Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt spannt einen großen Bogen von der Beschaffenheit der Kleider hin zu grundsätzlichen Aspekten von Bewegung und Mobilität, ihren Veränderungen und Anpassungen in einer für das Geschlechterbild entscheidenden Umbruchphase von 1850 bis in die frühen 1930er Jahre. In den Räumen werden die verschiedenen Alltags- und Lebensbereiche (Haushalt, Arbeit, Sport, Freizeit und Politik) präsentiert, in denen sich Frauen Bewegung eroberten oder trotz bewegungseinschränkender Kleidung zu wirken begannen.

Zu sehen sind rund 200 Exponate – konzentriert auf Objekte der museumseigenen Modesammlung, ergänzt durch erlesene, internationale Leihgaben. Weitere Informationen über:

 

Historisches Museum Frankfurt


Violettes Damenkostüm aus Taille und Rock, um 1888 — Horst Ziegenfusz

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