MALEREI 4.0: DER KUNSTPREIS DER STADT LIMBURG

Kunst und Digitalisierung? Selfies in Öl? Mit ihren Arbeiten zum Wettbewerbsthema ›Malerei 4.0‹ hat die in Berlin lebende Künstlerin Charlie Stein das scheinbar Unpassende zusammengebracht und den diesjährigen, mit 5.000 € dotierten Kunstpreis der Stadt Limburg erhalten.

Nach dem Studium der freien Malerei und Grafik bei Gerhard Merz schloss die Preisträgerin 2017 als Meisterschülerin der Bildhauerei bei Christian Jankowski ab. Ihr Wettbewerbsbeitrag für ›Malerei 4.0‹ setzt sich mit der heutigen Selfie-Kultur auseinander: Er beruht auf dem Zusammenführen von Handy-Selbstporträts, die gefiltert zu Collagen zusammengefügt werden. Dann folgt die Übertragung auf Leinwand in Öl.

Dabei geht es um Selbstwahrnehmung, Darstellung und Reflexion des eigenen Ichs im Zeitalter neuer Medien. Die eigentliche Funktion von Filter-Apps, Falten und Makel per Klick zu beseitigen, wird von Stein ad absurdum geführt: Sie bedient sich dieser Technik und erzeugt beunruhigende Visionen in Öl. Manchmal ist das Bild schwarz wie ein ausgeschaltetes Mobiltelefon, das selbst im Ruhezustand unserer Aufmerksamkeit sicher ist.

Seit 1996 wird der Kunstpreis der Stadt Limburg vom Magistrat und dem Förderkreis Bildende Kunst Limburg e. V. verliehen und von der Kreissparkasse Limburg unterstützt. Er ist mit einem Preisgeld und der Ausstellung in den Kunstsammlungen der Stadt verbunden und verfolgt das Ziel, Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu geben, eigene Werke mit einer gestellten Thematik zu verbinden. Zu sehen sind die Arbeiten bis einschließlich Sonntag, 17. November 2019.

Kunstsammlungen der Stadt Limburg


Historisches Rathaus, Fischmarkt 21, 65549 Limburg an der Lahn

Ausstellung ›Malerei 4.0‹: 20.9.–17.11.19

Eintritt frei


Öffnungszeiten: Mo–Di 8.30–12 Uhr, Mi 8.30–14 Uhr, Do 8.30–12 Uhr und 14–18 Uhr, Fr–So sowie Feiertage 11–17 Uhr


www.limburg.de

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