Weinschorlen müssen richtig prickeln

Martin Sons ist Wasser-Sommelier beim Familienunternehmen Hassia Mineralquellen in Bad Vilbel. Er berät Gastronomen in der Frage, welche Mineralwässer die besten Begleiter für Speisen und Weine sind. Im Interview erklärt er, warum man auch für gute Weinschorlen nicht einfach irgendein Wasser – oder irgendeinen
Wein – nehmen kann.

Herr Sons, Weine und Mineralwasser – was macht diese Kom-bination aus?

Mineralwasser gehört zum Wein wie die Butter aufs Brot, schon allein begleitend als Durstlöscher, damit man den Wein genießen kann. Außerdem bringt das richtige Mineralwasser einen Wein noch besser zur Geltung. Hydrogencarbonathaltige Mineralwässer beispielsweise gleichen die Säure von schweren, tanninreichen Weinen aus. Zu einem blumigen Riesling passen Mineralwässer mit sanfter Mineralisierung. Und ohne spritziges Mineralwasser gibt es keine gute Weinschorle.

Warum nicht? Warum sollte man für eine Weinschorle nicht einfach ein stilles Wasser nehmen?

Weil das den Wein lediglich verwässert, ihn flach und fad macht, wie abgestanden, als würde ein Winzer seinen Wein nur mit Wasser verdünnen. Es fehlt dann das Spritzige, die Aktivität am Gaumen, das Erfrischende einer Weinschorle, das man ja gerade im Sommer so genießt. Weinschorlen müssen richtig prickeln, und das geht nur mit Mineralwässern mit kräftiger Kohlensäure. Auch ein Medium-Mineralwasser reicht da nicht, weil die Koh-lensäure sofort mit dem Wein reagiert und die Schorle zu schnell verflacht. 

Muss man sonst noch etwas bei der Auswahl des Mineralwas-sers beachten?

Auf keinen Fall nimmt man ein Mineralwasser mit einem hohen Natriumgehalt, das Salz ist fatal für eine Schorle. Wenn man dem Aroma des Weins viel Raum geben will, sollte man ein sanft mineralisiertes Mineralwasser mit wenig Eigengeschmack wäh-len. ›Elisabethen Quelle Spritzig‹ zum Beispiel ist perfekt, weil es natriumarm und sanft mineralisiert ist und einen weichen Geschmack hat, der dem Wein Vorrang gibt. Gleichzeitig lässt der hohe Kohlensäuregehalt von ›Elisabethen Quelle Spritzig‹ die Schorlen schön perlen.

»Mineralwasser gehört zum Wein wie die Butter aufs Brot.«

Welche Temperatur bringt eine Weinschorle am besten zur Geltung?

Weinschorlen sind typische Sommergetränke, deshalb sollten sie eine gute Kühlschranktemperatur haben. Dafür müssen sowohl der Wein als auch das Mineralwasser gekühlt sein, am besten sind etwa 6 bis 7 Grad Celsius. Kälter darf das Mineral-wasser nicht werden, weil dann die Kohlensäure gebunden wird und nicht mehr perlt. Eiswürfel verwässern den Geschmack. Und Zitronenscheiben sind ein absolutes No-Go, sie machen Aroma und Säure gleichermaßen kaputt.

In welchem Verhältnis mischt man Weinschorlen idealerweise?

Es gibt einen Winzerspruch, der sagt: »Der Wein kostet mich nichts, das Wasser muss ich dazukaufen.« Daher lautet die Faustregel zugunsten des Weins, nämlich drei Viertel Wein plus ein Viertel Mineralwasser. Viele Leute bevorzugen eine 50/50-Mischung oder sogar eine ganz dünne Schorle mit nur einem Viertel Wein. Da ist dann natürlich nicht mehr viel Geschmack übrig. Ein guter Wirt fragt, in welcher Mischung man seine Schorle will und mit welchem Wein.

Weiß, Rosé, Rot – darf man alle Weine als Schorle mischen?

Natürlich, wenn man das möchte. Weiß und Rosé sind sicher die Klassiker, weil man sie auch pur gekühlt trinkt. Egal welche Farbe man wählt, es muss auf jeden Fall immer ein guter, aromatischer, neuer Wein sein, denn nur der ergibt auch eine geschmackvolle Schorle. Riesling und Silvaner sind hervorragende Schorleweine.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

Die Fotos entstanden in der Vinothek Weinzimmer im rheinhessischen Eimsheim.
www.weinzimmer.eu


Mehr Infos zur Elisabethen Quelle unter:
www.elisabethenquelle.de

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