Was erwartet die Gäste der Villa im Tal?

Markus Seegert macht in diesem Sommer nicht einfach weiter wie bisher. Die Zeit, als er die Villa im Tal geschlossen halten musste, hat er für neue Ideen genutzt. Ein Statement.

Villa im Tal

„Vom 16. März bis 14. Mai hatten wir nun geschlossen. Eine sehr lange Zeit – und Gelegenheit, über viele Dinge nachzudenken und sich neu auszurichten. Die Sicht auf Vieles hat sich bei mir verändert.

Soll es so weiter gehen wie bis her? Darauf hatte ich relativ schnell eine klare Antwort: NEIN!

Wir haben bis jetzt die Corona-Krise den Umständen entsprechend gut überstanden, trotz Stornierungen von Veranstaltungen und Verschiebungen ins nächste Jahr. Natürlich kann man jeden Tag darüber jammern, wie schlimm das alles ist und die mit Existenzängsten verbrachten, schlaflosen Nächte zählen. Ich hatte davon drei.

Die Alternative: Auf die Situation konstruktiv reagieren und strukturelle Veränderungen anstoßen. Rückblickend ist zu sagen, dass ich als Unternehmer die Zeit genutzt habe, rund um die Uhr den Ticker neu zu justieren. Gemeinsam mit meinen Mitarbeitern schaffen wir das!

Was heißt das für unsere Gäste? Die Villa im Tal ist wieder von Montag bis Sonntag für Events jeglicher Art buchbar. Im „à la carte“- Restaurant heißen wir unsere Gäste bis auf Weiteres von Freitag bis Sonntag und an den Feiertagen willkommen.

Etwas, das wir aus der Krise gelernt haben: Unser Take Away-Service kommt gut an! Also bieten wir an den Tagen, an denen das Restaurant geöffnet ist, die Abholung vieler Speisen an. 

Ein Trend, der sich durch den lockdown verstärkt hat, ist das Kochen zuhause. Immer wieder fragen Gäste uns nach Suppen, Jus, Dressings und Gemüse. Sie lieben unsere Zubereitung und wollen damit ihre eigene Küche ergänzen. Also planen wir auch länger haltbare Produkte im Glas oder vakuumiert zum Mitnehmen anzubieten. Das ist wunderbar nachhaltig. 

Jetzt freuen wir uns auf hoffentlich viele Gäste im Sommer, um auch den wunderbaren Garten der Villa im Tal so richtig nutzen zu können. Da denke ich gleich an unseren Haus-Aperitif „Chino Fino No.1 Carribean Way of Passion“, den wir im Jahr 2018 gelauncht haben. Durch meine Verbindungen in die Dominikanische Republik, woher wir unsere Zigarren beziehen, haben wir einen Maracuja-Likör mit karibischen Zutaten nach einem eigenen Rezept dort herstellen und in Wien abfüllen lassen. Seitdem er auf unserer Getränkekarte steht, ist er als Aperitif auf Eis, mit Sekt oder Soda aufgefüllt, bei den Gästen sehr beliebt.

Soweit die Bestandsaufnahme zum Ende dieses außergewöhnlichen Frühjahrs, in dem ich viel Zeit für lange Spaziergänge und gemütliche Abende mit meiner Frau Polly hatte und meinen Kindern Geschichten zum Einschlafen aus meiner Kindheit in Österreich erzählen konnte. Dazu hat ein Gastronom ja eher selten Gelegenheit.“ 

 

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