RHEINHESSEN UNDERCOVER & GEÖFFNET

Was gibt es Schöneres als die Liaison von Landschaft, Leuten und Lebensgefühl? Dazu noch das Glücksgefühl, wahre Kleinode jenseits des Mainstream zu entdecken, die etwas vom Zauber der Rheinterrassen zwischen Nierstein und Guntersblum eingefangen haben. Von Manfred Lüer. 

 

Tom Dietz

Tom Dietz ist ein Pfundskerl, leger, lässig, tiefenentspannt. Bei ihm und seiner Frau Frauke überkommt einen schnell das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Das mag am idyllischen Ambiente der liebevoll eingerichteten Scheune liegen, an der handfesten regionalen Kost in der Gutsschänke und den herrlich süffigen Weinen: Weiße, Sekte und kalibrierte Rote zu stimmigen Preisen. Das ist das authentische Oppenheim! Tom mag es nicht so kräuterwürzig, wild und extrem, aber er weiß uns trotzdem zu überraschen. Beim trockenen Riesling hat der Oppenheimer alte Reben in petto. Der trockene ›Sackträger‹ gefällt auf Anhieb; kommt gelbfleischig und zart-rauchig an den Gaumen. Auch der trockene Riesling aus dem ›Oppenheimer Kreuz‹ zeigt klare Kante, und dies sensationell günstig dazu. Dazu ein reifer Sauvignon blanc ›R‹ Oppenheimer Kreuz von zart-cremig eingehüllter Exotik und ein erdig-cremiger Silvaner ›Alte Reben Dienheimer Tafelstein‹. Das hat Stil und Schmackes und packt den Genuss bei der Wurze l – wie auch der enorm günstige 2015er Spätburgunder ›im Holzfass gereift‹ aus dem Oppenheimer Sackträger. Probieren Sie in der Gutsschänke oder beim Winzerausschank auf dem Oppenheimer Marktplatz auch die vollmundig-geschmeidige Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder trocken. So sind die Rheinterrassen ein kleines Paradies für den ambitionierten Genießer! 

Laurenz Schmitt

Doch auch in Nierstein sind aufregende neue Weine zu entdecken – und die volle Schubkraft eines jungen Winzertalentes wie Laurenz Schmitt. Julianenhof heißt also die nächste Wohlfühladresse; noch ein Geheimtipp, aber die Familie Schmitt ist stark im Kommen mit ihrem aufstrebenden Weingut. Dazu hat es ein stilvolles Gästehaus im mediterranen Stil mit geräumigen Doppel- und ganz neuen Premiumzimmern. Das bietet Neuland für Entdecker, die eine hübsche Bleibe fürs verlängerte Wochenende suchen. Ankommen, abschalten, auftanken – ein Hang zum Genießen! 

Bürgermeister Jochen Schmitt setzt auf die Vollausstattung der Natur: 400 Jahre zählt der Julianenhof, und das Geheimnis der immens gesteigerten Qualität ist das famose Zusammenspiel von Vater und Sohn. An der Spitze stehen die trockenen Lagen- Rieslinge. Ihr aromatisches, aber auch mineralisches Profil wird immer transparenter, die zwölfte und 13. Generation ist fest in Pettenthal, Hipping, Orbel und Oelberg verwurzelt. Weinvergnügen, ganz im Sinne des Konsumenten, bedeuten hier aber auch Alltagsweine de luxe, die erfrischend delikat und entfettet sind: die pure Expression der Frucht! Vom enorm begabten Laurenz werden wir in Zukunft sicher noch viel mehr loben können. Das ist Nierstein für Neugierige – einladend und völlig unprätenziös dank ausgesprochen herzlicher, offener Menschen, die sich liebe- voll um ihre Gäste und Genießer kümmern. 

 

Burghof Oswald

Warmherzige Nähe zum Genuss spürt man auch bei Burghof Oswald in Guntersblum: Weingut, Gutsschänke, Gästehaus, eine alte fränkische Hofreite nebst markantem Turm, dazu die zertifizierte Vinothek. Drei Generationen der Familie Oswald bieten Inspiration wie auch Tradition. Das schätzen die vielen Neu- und Stammkun- den, die ›ihren Burghof‹ von Mund zu Mund empfehlen. Abwechsungsreich ist das Jahr auf dem Burghof allemal. Ob nun Kellerführung, Weinbergsrundfahrt, Hoffest und Tanz unterm Nussbaum, Kellerwegfest oder die ›Frühjahrsstrauß‹ im Mai: Burghof Oswald bietet dafür ›Trinkhelden‹ wie einen famosen Weißburgunder oder den erdig-mineralischen Silvaner ›Alte Reben‹ und die expressiv- fruchtige Scheurebe ›Fruits de Blancs‹. Dazu tritt die Power von vier ehrgeizigen Jungwinzerinnen: Tochter Julia war Jahrgangsbeste in Rheinhessen, und ihrem trockenen Weißburgunder aus dem Ludwigshöher Teufelskopf liegt die Trinkfreude im Blut: selbstbewusst, souverän-saftig und so cremig wie erfrischend. Winzerin werden!? Aber ja! Auch für die jüngere Schwester Tabea pure Passion: Ihr halb- trockener Bacchus zaubert Urlaubsstimmung ins Glas. Dazu packen die junge Sonja und Xenia, die Großeltern Helga und Gert und natürlich die Eltern, Fred Oswald und Heidrun Baumann-Oswald, mit an. Und bieten den Weinfreunden jede Menge Raum für Entdeckungen in einer der schönsten Gegenden Deutschlands. 

burghof-oswald.de 

weingut-dietz.com 

weingut-julianenhof.de 

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