Leitz – leider gut!

Geisenheim ist in aller Munde, wenn es um das Thema Wein geht. Wortwörtlich! Die Fachhochschule ist es einerseits, die zum exzellenten Ruf des Städtchens im Rheingau beiträgt, das Weingut von Johannes Leitz ist es andererseits – pars pro toto. VivArt über einen außergewöhnlichen Mann, der ›extraordinary wines‹macht.

Johannes Leitz
Johannes Leitz

Die Geschichte des Weinbaus der Familie Leitz aus Rüdesheim ist lang, sehr lang sogar, und geht zurück bis ins Jahr 1744. Ebenfalls in Rüdesheim wurde Johannes Leitz 1964 geboren. Der Großvater, Josef Leitz, war es, der das Weingut nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufbaute, nachdem es völlig zerstört wurde, um es dann – leider nur für kurze Zeit – in die Hände von Johannes Vater zu geben, der viel zu früh starb. Da war Johannes Leitz gerade mal 14 Monate alt war. Die Mutter erhielt den Betrieb im Nebenerwerb, bis Johannes 1985, nach seiner Ausbildung zum Winzermeister, den Betrieb mit drei Hektar Rebfläche in Eigenregie übernahm. Er war einer der ersten im Rheingau, der mit heute verbreiteten Methoden arbeitete, ließ zwischen den Rebzeilen wachsen, was da wachsen wollte, reduzierte den Wuchs der Beeren und den Ertrag.

Harte Jahre, in denen Leitz seinen Freunden beim Feiern zuschaute und selbst die Zeit in den Weinbergen verbrachte, ohne auch nur zu ahnen, dass es ihm gelingen könnte zu einem national und international erfolgreichen Weingut zu wachsen. Doch was klein begann, hat heute circa 100 Hektar und begeistert Weinfreunde in Deutschland, den USA, in Schweden  und Norwegen, in England und noch in China. Der Weg dahin war nicht einfach. Auch wenn Leitz unter der Prämisse begann, dass eines Tages keiner mehr an seinen Weinen vorbeikommen sollte, brachte er anfangs die Weine fast überall selbst hin. Mehr als 40 Flugreisen im Jahr waren völlig normal und noch heute ist Leitz viel im Ausland, wo seine Weine mit klingenden Namen wie ›Magic Mountain‹oder ›Dragonstone‹Bewunderer finden. Seinen Magic Moutain beschreibt er so: »In der Nase präsentiert sich der Magic Mountain mit kühler Mineralität und opulenter Nase. Auch hier finden wir schon fast jahrgangstypische leicht kräutrige Nuancen mit würziger Hefenote. Die feine Exotik des Jahrgangs spielt hier sehr nuanciert von Lychee und Mango über Papaya und feinster Anklänge von Passionsfrucht hin zum zarten, fast cremigen Finish das durch den langen Hefekontakt entstanden ist.«

Wirklich ein Magic Mountain, Ruine Ehrenfels mit Rebflächen von Leitz
Wirklich ein Magic Mountain, Ruine Ehrenfels mit Rebflächen von Leitz

Generell erklärt Leitz sein Tun leicht verständlich und klar, was ihm viel Bewunderung einbringt. Abgehoben ist er deshalb nie, und das Wachstum der letzten Jahre hat dem Betrieb auch nicht geschadet. Im Gegenteil: Der großgewachsene Mann denkt gerne groß und zeigt auf seinem Weingut in Geisenheim, dass statt der ehemals fünf Standorte des Betriebes ein einziger die bessere Lösung ist. Leitz ist Qualitätsfanatiker, will von der Traubenannahme bis zum Versand alles im Blick haben, in Synergien denken. Solche sieht er auch in der Vernetzung zum Gastronomischen und im Kennenlernen seiner Kunden – face to face.

Letztes Jahr hat er deshalb seiner Idee einen entsprechenden Raum auf dem Weingut gegeben: eine Vinothek, in der seine Weine probiert werden können und wo er viel über sie erzählen kann. Wer ihn dort live erlebt hat, versteht umso mehr, warum seine Weine so gelobt werden. Leitz liebt Wein, und auch die Kritiker schmecken das. So hieß es beispielsweise im Eichelmann 2017: »Der Primus inter Pares ist für uns in diesem Jahr das Große Gewächs aus dem BERG SCHLOSSBERG, das kompromisslos straff und kühl wirkt.«Ganz klar – typisch Leitz!

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Weingut Leitz KG

Theodor-Heuss-Straße 5,
65385 Rüdesheim am Rhein
Zur Vereinbarungen von Weinproben und Gruppenanfragen wenden Sie sich an: vinothek@leitz-wein.de

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