Lustwandeln auf Lustwegen

Spazieren gehen, walken, joggen und überhaupt Sport treiben, Enten füttern, auf Parkbänken sitzen und dem Nachwuchs beim Toben auf dem Spielplatz zusehen – die Möglichkeiten, die uns sogenannte Naherholungsgebiete bieten, sind zahlreich und bildeten im letzten Jahr geradezu die Essenz unseres Alltags. Städtische Parks und Gärten wurden zum zweiten Zuhause und gaben uns die Freiheit zurück, nach der wir uns so sehnen.

Willy Keim, Nizza mit Minigolfplatz am Frankfurter Mainufer, Fotografie 1964 © HMF

Das Historische Museum Frankfurt widmet unseren urbanen Grünflächen nun eine eigene Ausstellung. ›Frankfurter Gartenlust‹ führt von der historischen Entwicklung von botanischen Parks und Apothekergärten bis zu den urbanen Parklandschaften im Hier und Jetzt und fragt, wie Frankfurter:innen, Künstler:innen und Expert:innen aus der Stadtplanung die Grünflächen nutzen, wahrnehmen, interpretieren und verändern würden. Der Bogen spannt sich dabei in einer chronologischen Abfolge von den bürgerlichen Gärten vor der Stadt über die Wallanlagen und die Anlage des Palmengartens bis in die Gegenwart zum kürzlich angelegten ›Hafenpark‹ am Main. Die Ausstellung erkundet die frühen Parkflächen und diskutiert die Rolle von Grünflächen in Zeiten von starkem Bevölkerungszuwachs, vielfältigen Freizeitbedürfnissen und auch des Klimawandels. In sieben thematisch gegliederten Räumen wird so ein Diskussionsraum geschaffen, in dem eine Vielzahl von Sichtweisen auf unsere grünen Oasen in der Stadt aufgezeigt wird. So geht es beispielsweise nicht nur um die Utopie von Stadtgrün, sondern auch um den öffentlichen Raum als umkämpfte Fläche. Ein hochaktuelles Thema, das aus verschiedenen Blickwinkeln mit großem Gewinn für alle in der Sonderausstellung präsentiert wird.

HMF
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Abb. 1.:Rudolf Lipus, Frankfurter Waldstadion, Blick in das gut besuchte Schwimmbad, Aquarell 1926, © HMF Foto: Horst Ziegenfusz
Abb. 2.:August Osterrieth, Plakat Palmengarten zu Frankfurt am Main, Lithografie um 1890, © HMF Foto: Horst Ziegenfusz
Abb. 3.:Anton Radl, Friedrich Wilhelm Delkeskamp, Frankfurter Galluspromenade um 1835, © HMF Foto: Horst Ziegenfusz

Ergänzend gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das gemeinsam mit dem Stadtlabor ›Gärtnern Jetzt!‹ organisiert wurde und zahlreiche Stadtgänge, Lesungen, Führungen und Diskussionsrunden in Frankfurt und Rhein-Main anbietet.

Zur Ausstellung erscheint das reich bebilderte Buch: ›Frankfurter Gartenlust. Ein Lesebuch zur Ausstellung‹ im Frankfurter Societäts-Verlag; 25 EUR

›Die Stadt und das Grün‹
Sonderausstellung: ›Frankfurter Gartenlust‹
25. März bis 28. August 2021

 

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Historisches Museum Frankfurt

Saalhof 1,
60311 Frankfurt
, 069 21237776

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