LIFE DOESN’T FRIGHTEN ME MICHELLE ELIE WEARS COMME DES GARÇONS

Das namhafte Modelabel Comme des Garçons (›So wie Jungs‹) wurde 1969 von Rei Kawakubo gegründet. Durch Dekonstruktion, Verschiebung, Zerstörung und durch Ausbuchtungen ohne Rücksicht auf Körperformen bricht die Designerin mit Konventionen der Schnittkunst und irritiert damit den durch westliche Schönheitsideale gelenkten Blick. Die Ausstellung im Museum Angewandte Kunst läuft noch bis zum 3. Januar 2021!

Ausstellungsansicht, Foto: Wolfgang Günzel, Museum Angewandte Kunst

Das Museum Angewandte Kunst zeigt über 50 Ensembles der umfangreichen ›Comme des Garçons s‹-Sammlung von Michelle Elie und fragt danach, wie wir Kleidung nutzen, um uns selbst auszudrücken. Die Mode-Ikone, Schmuckdesignerin und Stylis- tin erzählt Geschichten zu einzelnen Kleidungsstücken – vom Moment der Entdeckung auf dem Laufsteg in Paris über den Erwerb bis hin zum Erleben auf dem eigenen Körper und den unterschiedlichsten Reaktionen, die das Tragen dieser Stücke bei anderen provoziert. 

›Life doesn’t frighten me‹, sagt Elie, und in der Tat gehört Mut dazu, Comme des Garçons zu tragen und sich damit klar gegen gesellschaftliche Normen zu positionieren. Elie eignet sich die Kleidungsobjekte als eine zweite Haut an, überspitzt ihre Körpererfahrungen selbstbewusst und fordert Betrachter*innen heraus, ihr eigenes Körpererleben zu reflektieren. Michelle Elies innige Beziehung zur Marke beginnt 1997 mit dem Erwerb eines Outfits aus der Kollektion ›Body Meets Dress, Dress Meets Body‹. Dieses ist nicht nur in der Ausstellung zu sehen, sondern auch Zentrum einer von Elies Erzählungen: Rock und Oberteil entdeckt sie in einer New Yorker Boutique. Die außergewöhnlichen Formen und Polsterungen des Stoffs faszinieren sie sofort. Während ihrer ersten Schwangerschaft trägt sie das Outfit für ein Fotoshooting und berichtet uns, wie für sie die Ausformungen des Kleides mit der Transformation ihres eigenen Körpers korrespondieren. Nur ein Beispiel, wie sie ihre Storys mit jedem ihrer Kleidungs- stücke verknüpft. 

 

Ausstellungsansicht, Foto: Wolfgang Günzel, Museum Angewandte Kunst
Michelle Elie, Paris 2012, Phil Oh
Ausstellungsansicht, Foto: Wolfgang Günzel, Museum Angewandte Kunst
Michelle Elie, Paris 2015, Phil Oh

»›Life doesn’t frighten me‹ sagt Michelle Elie, und in der Tat gehört Mut dazu, Comme des Garçons zu tragen«

Das Museum Angewandte Kunst zeigt über 50 Ensembles der umfangreichen ›Comme des Garçons s‹-Sammlung von Michelle Elie und fragt danach, wie wir Kleidung nutzen, um uns selbst auszudrücken. Die Mode-Ikone, Schmuckdesignerin und Stylis- tin erzählt Geschichten zu einzelnen Kleidungsstücken – vom Moment der Entdeckung auf dem Laufsteg in Paris über den Erwerb bis hin zum Erleben auf dem eigenen Körper und den unterschiedlichsten Reaktionen, die das Tragen dieser Stücke bei anderen provoziert. 

›Life doesn’t frighten me‹, sagt Elie, und in der Tat gehört Mut dazu, Comme des Garçons zu tragen und sich damit klar gegen gesellschaftliche Normen zu positionieren. Elie eignet sich die Kleidungsobjekte als eine zweite Haut an, überspitzt ihre Körpererfahrungen selbstbewusst und fordert Betrachter*innen heraus, ihr eigenes Körpererleben zu reflektieren. Michelle Elies innige Beziehung zur Marke beginnt 1997 mit dem Erwerb eines Outfits aus der Kollektion ›Body Meets Dress, Dress Meets Body‹. Dieses ist nicht nur in der Ausstellung zu sehen, sondern auch Zentrum einer von Elies Erzählungen: Rock und Oberteil entdeckt sie in einer New Yorker Boutique. Die außergewöhnlichen Formen und Polsterungen des Stoffs faszinieren sie sofort. Während ihrer ersten Schwangerschaft trägt sie das Outfit für ein Fotoshooting und berichtet uns, wie für sie die Ausformungen des Kleides mit der Transformation ihres eigenen Körpers korrespondieren. Nur ein Beispiel, wie sie ihre Storys mit jedem ihrer Kleidungs- stücke verknüpft. 

In der Ausstellung verbinden sich ein hedonistischer und lebens- froher Blick auf die Mode aus der Perspektive eines kompromisslosen Fans mit pragmatischen Antworten auf Fragen der Repräsentation. Die in Haiti geborene Elie betont, dass es Kawakubos klare Position gegen herrschende Schönheitsideale in der Modewelt waren, die ihr dabei halfen, sich selbst und ihren Körper zu akzeptieren und eigene Visionen von Körperlichkeit zu entwickeln. Entsprechend wurde auch eine Entscheidung für schwarze Mannequins in der Präsentation der Kleidung in der Ausstellung im Museum Angewandte Kunst bewusst getroffen. Chapeau! 

 

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