Liebesgrüße aus Havanna

Die Opelvillen haben ihre aktuelle Ausstellung zeitgenössischer kubanischer Kunst noch bis zum 20. September verlängert! 

Juan Carlos Alom, aus der Serie »Born to be free«, 2012, Credit: Juan Carlos Alom

Juan Carlos Alom, aus der Serie »Born to be free«, 2012, Credit: Juan Carlos Alom


1963 wurde der James-Bond-Klassiker »Liebesgrüße aus Moskau« gedreht. Das war kurz nach der Kuba-Krise im kalten Krieg. Bis heute beziehen sich viele kubanische Künstler in ihren Werken auf diese schicksalsvolle Geschichte und die Auswirkungen auf die Realität ihres Landes. Der Titel der bis zum 20. September verlängerten Ausstellung der Opelvillen in Rüsselsheim ist daher mehr als passend gewählt. 

Die Ausstellung setzt zeitgenössische kubanische Kunst in einen internationalen Kontext, genauso wie die Geschichte des Landes eine internationale Geschichte ist. Der Fall der Berliner Mauer 1989 und der Zerfall der Sowjetunion 1991 sowie die Wende der Ostblockländer zum Kapitalismus hatten für den Karibikstaat enorme wirtschaftliche Folgen. Mit der Auflösung der Sowjetunion brach Kubas Außenhandel zusammen und als Hilfsleistungen ausblieben, stand die kubanische Wirtschaft vor dem Kollaps. 1990 wurde die »Sonderperiode in Friedenszeiten« ausgerufen. 

Ernesto Oroza, Recherchetoto aus dem Archiv »Technological Disobedience« des Künstlers, 2007, Credit Ernesto Oroza

Ernesto Oroza, Recherchetoto aus dem Archiv »Technological Disobedience« des Künstlers, 2007,
Credit Ernesto Oroza 


Der Künstler Juan Carlos Alom dokumentiert die Jahre der Wirtschaftskrise mit seiner gleichnamigen Fotoserie »Período especial«. Aber auch neue Arbeiten des Künstlers sind in der Ausstellung zu sehen, die neue Perspektiven des Landes aufzeichnen. Verschiedene Künstler, wie auch Adrian Fernandez, reflektieren in ihren Arbeiten die darauf folgende Geschichte des Landes. Auf Themen wie Politik und Wirtschaft beziehen sich die Künstler Amiamna Contino, Alex Hernández, sowie Iván Capote, Yuan Capote, Tonel und Glenda Léon in unterschiedlichsten Medien, von filigranen Papierschnitten bis zu Videoarbeiten. Auch Überlegungen zur aktuellen Stadtlandschaft und utopische Gedankenbilder finden Platz in der Ausstellung, so zum Beispiel in den Arbeiten von Ernesto Oroza. 

Eine spannend kuratierte Ausstellung, die neue Perspektiven auf den Karibikstaat aufzeigen. Sie ist in Zusammenarbeit von Dr. Beate Kemfert, Sammler Robert Funcke und dem Künstler und Kritiker Tonel entstanden. 

VivArt kann nur empfehlen, die Verlängerung zu nutzen und die Ausstellung zu besuchen!

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Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim

Ludwig-Dörfler-Allee 9,
65428 Rüsselsheim

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