Kunsthandwerk ist Kaktus

Am 5. November 2021 eröffnet die neue Ausstellung ›Kunsthandwerk ist Kaktus. Die Sammlung von 1945 bis heute‹ im Frankfurter Museum Angewandte Kunst.

 

Mit über 700 Werken aus dem internationalen Bestand des Museum Angewandte Kunst wird diese Ausstellung eine Expedition durch ein Terrain, das es unter aktuellen Perspektiven neu zu entdecken gilt. Erstmals stellt sich das Museum die Aufgabe, die eigene Sammlung des Kunsthandwerks zu reflektieren und an den Schnittstellen zu Design und bildender Kunst zu untersuchen. Die Frage, was Kunsthandwerk heute sein kann, wird somit neu gestellt und bewertet. Dabei thematisiert der Titel der Ausstellung das diffuse Image dieser Kunstdisziplin und spielt in ironischer Zuspitzung mit den Eigenschaften des genialen Überlebenskünstlers ›Kaktus‹ in Analogie zum Zukunftspotenzial von ›Hand made & Artwork‹.

Die Ausstellung setzt auf den spannungsvollen Wechsel zwischen depotartigen Präsentationsformen und einer Inszenierung der Werke, die das Thema Kunsthandwerk und seine gegenwärtigen Standards und Klassifikationen sichtbar macht. Die Architektur hierfür wurde von PHILIPP MAINZER OFFICE FOR ARCHITECTURE AND DESIGN entwickelt. Die Anordnung der Objekte soll den Besucher*innen ermöglichen, aus unterschiedlichen Perspektiven Vergleiche zu ziehen, die Wirkung von Kunsthandwerk zu erleben und über seine aktuelle Relevanz nachzudenken.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Design von Sandra Doeller, mit den fotografischen Perspektiven von Franziska Krieck und mit Texten verschiedener Autor*innen unterschiedlicher Professionen Kunsthandwerk beleuchtet und Lust auf die Entdeckung der Materie machen soll. So erfüllt der Katalog nicht allein den Wunsch nach einem Bestandskatalog, sondern wird ein grafisch interpretiertes Druckobjekt und Lesebuch.

Die Ausstellung läuft bis zum 27. März 2022 und wird wird gefördert durch die Hessische Kulturstiftung, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und den Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main e. V.

Abbildung 1:
Ewa Doerenkamp (*1968) Schale, 2003, Aluminium, eloxiert; Inv. Nr. 16704. Stiftung der Messe Frankfurt anläßlich der Verleihung des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk 2003.
© Museum Angewandte Kunst, Foto: Franziska Krieck 
Abbildung 2:
Hubert Koch (*1932)
Becher und Vase, 1977–78
Glas, vor der Lampe geblasen, montiert; farblos und grün irisiert; Inv. Nr. 13875, 13876. Ankauf 1984 Museum.
© Museum Angewandte Kunst, Foto: Franziska Krieck

 

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Museum Angewandte Kunst

Schaumainkai 17,
60594 Frankfurt

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