Klimaschutz schlägt Wurzeln

Der Stadtwald macht gut ein Viertel der Fläche von Wiesbaden aus und ist durch seine zahlreichen Funktionen – insbesondere als CO2-Speicher und Frischluftproduzent – eine unverzichtbare Lebensgrundlage für die Stadt. Das Grün wird deshalb sehr sensibel behandelt, geschützt und fit für die Zukunft gemacht.

Fotos: hassia, Dirk Wiedlein

 

Die jungen Blätter saftig grün, die Rinde glatt und fest, die Ansätze der Blüten schon deutlich zu erkennen: »So sieht ein gesunder, gut angewachsener Ahorn aus«, sagt Sabine Rippelbeck zufrieden. Die Oberförsterin im Stadtwald Wiesbaden ist an diesem Frühlingstag auf Kontrollgang beim Jagdschloss Platte. An ihrer Seite: Laura von Flemming, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Hassia Mineralquellen in Bad Vilbel. »Wir hatten 2018 sieben neue Berg-Ahorne und drei Edelkastanien für das Areal hier an der Platte gespendet. Jetzt möchte ich nachschauen, wie gut sich die Bäume machen«, erklärt Laura von Flemming und freut sich über die vielversprechenden Zeichen: Auch die jungen Edelkastanien tragen bereits erstes zartes Grün. Die Baumpflanzungen waren Teil der Aktion ›Baumstark für Hessen: Zehn Bäume für zehn Städte‹, einer Jubiläumsaktion der Marke ›hassia‹ anlässlich ihres zehnjährigen Engagements für den Klimaschutz. »Wir haben seit 2008 etwa 1,3 Millionen neue Bäume weltweit gespendet, zuletzt allein 24.800 Bäume in Deutschland. Mit den zehn Bäumen in den zehn hessischen Städten wollten wir grüne Zeichen für den Klimaschutz direkt in unserer Heimat setzen«, erzählt Laura von Flemming mit Begeisterung.

  

»Tatsächlich ist jeder einzelne Baum ein wichtiges Rädchen in der natürlichen stadteigenen ›Klimaanlage‹.«

Tatsächlich ist jeder einzelne Baum ein wichtiges Rädchen in der natürlichen stadteigenen ›Klimaanlage‹. Gemeinsam sorgen alle für gute Luft und mildern Hitze. Als echtes Multitalent kann der Stadtwald aber noch viel mehr: Er ist Heim und Nahrungsquelle vieler Tiere, ein wichtiger Wasserspeicher und -filter für die Neubildung von Grundwasser – und natürlich ein beliebter Erholungsort.

Damit der Wald dauerhaft gesund bleibt, wird er sorgfältig gehegt. »Hier kommen keine Pestizide zum Einsatz und es gibt keinen Kahlschlag. Wir achten sehr darauf, die besondere Vielfalt des Waldes zu erhalten, setzen bei den Baumarten auf große Biodiversität. Das stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen Schäden durch Trockenheit und Schädlinge«, erklärt Oberförsterin Rippelbeck. Mit diesem Ziel wurden auch die zehn Hassia-Bäume bewusst ausgewählt: Die heimischen Kastanien- und Ahornvarianten ergänzen den naturnahen Laubmischwald organisch. Hauptsächlich stehen hier bislang Eichen und Buchen und nur wenige Nadelhölzer. »Für uns ist das auch sehr spannend«, sagt Laura von Flemming. »In allen Baumstark-Städten haben wir Neues darüber gelernt, wie viele Kriterien in die Auswahl der richtigen Sorten einfließen und wie viel Pflege notwendig ist, damit die Bäume dauerhaft ihren Platz im Ökosystem einnehmen können.« Dass sich im Stadtwald demnächst zwei neue Mitarbeiter hauptamtlich um Biodiversität und Klimaschutz kümmern werden, findet die Hassia-Nachhaltigkeitsbeauftragte konsequent: »Klimaschutz ist so ein facetten- und weitreichendes Thema, das geht nicht nebenbei. Auch in unserem Unternehmen gewinnt es immer mehr an Bedeutung. Übrigens gelangen alle Hassia-Getränke klimaneutral von der Quelle in den Handel. Das war einer der großen Meilensteine in unserem Klimaschutzengagement.«

  

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Wer mehr über nachhaltigen Waldschutz erfahren möchte, kann seine Neugier direkt unter dem atmosphärisch-grünen Dach des Stadtwalds stillen: Am Jagdschloss Platte vorbei führt ein Hörwanderweg. Hier lässt sich übers Smartphone Waldgeschichten lauschen. Von Informationen über eine keltische Ringanlage über die Historie der hiesigen Köhlerei bis zur Herausforderung, Waldschutz und Waldnutzung zu vereinbaren, wird viel Wissenswertes über das faszinierende Multitalent Stadtwald erzählt.

 

hassia-handelt.de

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