Kleiner Urlaub im Alltag

Es ist nie zu spät! Golf gehört definitiv zu den Sportarten, die man in jedem Alter erlernen kann. Jemand, der die Faszination des Sports kennt, ist der ehemalige Wiesbadener Weltklasse-Hockeyspieler Stefan Blöcher, der schon während seiner aktiven Zeit öfter mal den Hockey- gegen den Golfschläger tauschte.

FOTO: Rui Camilo 

Stefan Blöcher war zu lange Leistungssportler, um nicht auch beim Golf Ehrgeiz zu entwickeln. Handicap 4: Das ist sehr ambitioniert! Einfach erklärt, ergibt sich das ›Handicap‹ aus der Differenz der Schläge für eine Golfrunde und einer vorgegebenen Anzahl an Schlägen für den jeweiligen Platz. Doch der Sport funktioniert natürlich auch auf Freizeitsport-Niveau. Viele sagen sogar, dass die beste Zeit für den Golfsport anfängt, wenn die Zeit des Leistungssports vorbei ist. Nicht von Ungefähr greifen viele Spitzensportler nach dem Karriereende zum Golfschläger. »Es gibt keine Altersgrenze für den Golfsport«, ist auch Blöcher überzeugt. Wer zuvor schon etwas sportlich aktiv war, brauche keine Schwellenangst zu haben, Talent sei altersfrei. Beste Voraussetzungen hätten zum Beispiel diejenigen, die zuvor schon Tennis, Hockey oder Handball gespielt haben.

Arbeitsplatz, Computer, Auto, Fernsehen – die meisten Menschen sitzen zu viel. Mittlerweile zählt diese Immobilität in der Gesellschaft zu einem der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung chronischer Krankheiten. Gerade Golf baut dem Einrosten vor. Wer einen 18-Loch-Kurs spielt, läuft mehrere Stunden rund zehn Kilometer an der frischen Luft und absolviert so ein vernünftiges Fitnessprogramm. Viele Muskelgruppen werden gestärkt und das Schwingen des Schlägers trainiert zudem Beweglichkeit, Koordination und Konzentration. Wer Golf spielt, ist mit seinen Gedanken präsent. Es ist nämlich schon eine Herausforderung, als Anfänger den Ball überhaupt zu treffen. Golfanlagen sind auch Natur- und Landschaftsparadiese. Die Weite, das Grün, die Ruhe: Es ist wie ein kleiner Urlaub im Alltag. »Ich empfinde es immer als ein Privileg, auf den Plätzen zu spielen «, schwärmt Blöcher.

Golf hat aber auch eine hohe gesellschaftliche und soziale Komponente, sowohl für Alleinstehende als auch für Paare. Das Klubleben ist vielfältig, von Turnieren, Seniorengolf, Damen- und Herrengolf bis zu Klubabenden und Golfreisen. Bei den zahlreichen Veranstaltungen ergeben sich neue Bekanntschaften und Freundschaften. »Eigentlich gibt es nichts Besseres im Alter, als Golf zu spielen, man ist an der frischen Luft, treibt Sport mit Gleichgesinnten und lässt den Tag gesellig im Klubhaus ausklingen«, ist Blöcher überzeugt. Der Sport lässt sich auch ideal mit Urlaubsreisen verbinden. Schließlich gibt es auf der ganzen Welt wunderschöne Anlagen.

Für den Einstieg empfiehlt Blöcher einen Schnuppertag oder -kurs, wobei die Ausrüstung zur Verfügung gestellt wird. Danach folgt ein Platzreifekurs, sozusagen der Führerschein für das Golfspielen, um die Platzregeln zu erlernen und einen gewissen Standard zu erfüllen. Gerade im etwas höheren Alter ist es umso wichtiger, die Technik mit richtigen Schwüngen und Bewegungsabläufen zu beherrschen, um Verletzungen vorzubeugen. »Meistens ist man dann begeistert von dem Spiel und sucht einen Klub, in dem man sich wohlfühlt«, meint Blöcher. Bei der Wahl sollte man sich einen verkehrsgünstig gelegenen Platz in der Nähe des Wohnortes suchen. Zweites Auswahlkriterium sind die Mitgliedsstruktur und der finanzielle Rahmen, da die Mitgliedsbeiträge je nach Klub stark variieren. Zu Beginn ist die Anschaffung einer kleinen Auswahl an Schlägern samt Golftasche notwendig. Für Stefan Blöcher ist Golf auch nach vielen aktiven Jahren noch immer eine sportliche Herausforderung. Stets auf der Suche nach der perfekten Runde, hat er eins gelernt: Demut. Denn jede neue Golfrunde hält Überraschungen parat.

 

Golf kennenlernen exklusiv für VivArt Lebenszeit-Leser! Schnupperstunde mit Stefan Blöcher im Golfclub Georgenthal am 26. Juni, 16:00 Uhr. Anmeldung unter lebenszeit@vivart.de. Die ersten zehn Interessenten können teilnehmen.

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