GoEast im Cyberspace

Im letzten Jahr unternahm das Filmfestival für mittel- und osteuropäische Filmkunst seine ersten hybriden Gehversuche und dauerte ganze acht Monate an. Auch dieses Jahr findet das GoEast digital statt. Für die eine Festivalwoche haben sich ihre Macher:innen einiges einfallen lassen!

SpaceOdyssey, Alina Manolache, Vladimir Potop

Dieses Jahr kehrt beliebte Wiesbadener Festivalformat zu seiner Ursprungsdauer von einer Woche zurück und findet fast gänzlich im Cyberspace statt, wie es das Festivalteam nennen. Und sie haben recht, denn für die Besucher:innen wartet weitaus mehr als ein einfaches Streamingangebot. So kommt der Open Frame Award für Virtual Reality dem experimentellen Charakter seiner Wettbewerbsbeiträge in diesem Jahr noch näher und findet selbst in einem virtuellen Raum statt. Dafür wurde die Caligari FilmBühne in Virtual-Reality nachempfunden. Auch ohne Headsets ist das virtuelle Caligari zugänglich: Am heimischen Laptop wird so trotz allem ein wenig Festivalflair aufkommen. Zusätzlich bietet goEast in diesem Jahr einen VR-Headsetverleih an, den das Festival in Kooperation mit dem Lichter Filmfest anbietet. Der Verleih befindet sich im Museum Wiesbaden.

"Ein echter Kinobesuch bleibt uns zwar weiter verwehrt, dafür bietet goEast noch mehr Onlineprogramm. Erstmals lässt sich das spannende Symposium, in diesem Jahr zum Filmschaffen Zentralasiens, vollständig digital erleben. Ich freue mich sehr darüber, dass das Festivalteam nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat und stattdessen Wege gefunden hat, trotzdem noch Publikumsveranstaltungen anzubieten, selbst wenn es sich dabei auf Treffen mit Abstand vor dem Ost-Kiosk beschränkt", erklärt Ellen Harrington, Direktorin des DFF (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum).

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Fast alle zuvor in Präsenz geplanten 92 Filme aus 38 Ländern stehen mit insgesamt 32 Deutschlandpremieren und zwei Weltpremieren "On Demand" für das Festivalpublikum zur Verfügung.

 

Zwischen den Filmen laden die Festivalmacher:innen alle virtuellen Besucher:innen dazu ein, beim Ost-Kiosk vor dem Nassauischen Kunstverein vorbeizuschauen, um wieder ein klein wenig Festivalbegegnung erleben zu können - mit Hygienekonzept und auf Abstand.

 

Und im Mai warten weitere spannende Formate, die zeigen das Kultur im Freien und auf Abstand möglich sind: Beispielsweise der abendlichen Kurzfilmspaziergang, der im Mai durch das nächtliche Offenbach führt und Filme auf Häuserwänden erlebbar macht.

In jedem Fall wartet auf uns großes Kino!

 

GoEast
20.-28 April 2021

goeast.de

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