Money can buy me love!

Vielleicht muss man gar kein Supersportler sein, um ein super Rad zu fahren. Dirk Becker über einen Fahrradbauer, Unternehmer, Visionär und das neue ›Fascenario F3 Platinum‹ als Objekt der Begierde.

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Zu Besuch bei einem Visionär in einem visionären Interieur

Als Karl Freiherr von Drais 1817 die weltweit erste Lauf­maschine auf zwei Rädern entwarf, legte der Mann­heimer damit den Grund­stein für das heutige Fahr­rad. Von Drais war Visionär und dennoch hätte er sich niemals träumen lassen, dass ein Fahrrad 200 Jahre später einmal über 10.000 Euro kosten könnte. Markus Storck ist ebenfalls Visionär und sein ›Fascenario F 3 Platinum‹ ist eines jener Ob­jekte, die die magische Schall­mauer sogar knacken, wenn man sie mit der per­fekten Aus­stattung kombiniert. Doch Storck, der seit 1986 im Radgeschäft ist, sieht das gelassen und das Ende einer Ent­wicklung, die aus einem Fahr­rad das perfekte Bike macht, ist noch längst nicht in Sicht. Dabei ver­weigert sich der Ent­wickler aus Idstein, dessen Büro­räume von den renommiertesten Design­preisen gefüllt ist, einer immer stärker werdenden Ten­denz, jedes Rad auf eine bestimmte Disziplin zu trimmen und dabei alle Nach­teile in den anderen Bereichen zu akzeptieren. Storck stellt vielmehr einen fast generalistischen An­spruch an sein Fascenario F 3 und wird dabei von der Fach­presse gefeiert, die nicht müde wird, diesen An­spruch zu loben. In der ›RoadBike‹ vom Mai 2017 bekommt das Bike das Test­urteil überragend und 95 von 100 Punkten: sensationell! 

 

»Bestimmt ist es völlig irre, wenn man so viel Geld für ein Hobby investiert.«

Farradfreak trifft Fahrradnerd: Dirk Becker mit Markus Storck in seiner Welt

»Geringes Gewicht, praxistaugliche Steifigkeit, Komfort und aero­dynamische Opt­imierung gehen bei Storcks neuem Fascenario F 3 Hand in Hand. Storck zeigt hier keinen kompromiss­behafteten Spezia­listen, sondern den perfekten Alles­könner«, erklärt die RoadBike. Doch spürt man das auch als Amateur? Ich fahre nach Idstein und will es wissen. Doch dieses Traumrad zu fahren, ist nicht so einfach, wie man denkt. Bevor ich darauf fahren darf, wird es individuell auf meine Körper­größe, meine Bein- und Arm­länge angepasst und dazu muss ich vermessen werden. Das ist heutzutage wohl im Spitzen­sport üblich, aber auch bei den Amateuren, die nicht mit Rückenschmerzen von jeder Tour kommen wollen, macht es absolut Sinn. Weniger als eine Viertel­stunde braucht es, und ich sitze erstmals auf einem Carbon-Rad, das ungemein viel Komfort bietet und sich beim Rein­treten so schnell nach vorn schiebt wie ein E-Bike. Bestimmt ist es völlig irre, wenn man so viel Geld für ein Hobby investiert. Ein Rationalisierungs­versuch wäre: ›Man tut ja schließlich auch immer etwas für die Gesundheit!‹ Aber ich will es gar nicht mit Vernunft ver­suchen. Das Rad weckt Be­gierde und ich kann jeden verstehen, der nach der Probefahrt seine Spardose plündert, wie ein Pawlowscher Hund beim Glockenton zu sabbern beginnt. Ohne Punkte­bewertung und Leistungs­profil: Das ist die Sommer-Kaufempfehlung!


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Storck World

Rudolfstraße 1,
65510  Idstein,
06126 9536112
  • Di Mi Fr 10 – 18
  • Do 10 – 19
  • Sa 10 – 15

Montags geschlossen

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