Fare Tridici

Ein imposantes Jugendstilfachwerkhaus in der Mitte der Limburger historischen Altstadt. Hier läuft man geradezu automatisch auf die ›Limburger Kaffeerösterei‹ zu: eine Manufaktur mitten im Ladengeschäft mit einem Stilmix aus viel historischem Fund des 19. Jahrhunderts und dem angesagten Industrie-Altholz-Mix.

In der Limburger Kaffeerösterei kauft man tatsächlich noch in einem alten Kaufmannsladen frisch gerösteten Kaffee und allerlei außergewöhnliche Konfiserie und Feinkost ein. Linker Hand werden Erinnerungen an Kolonialwarengeschäfte wachgerufen, hier stehen hoch gestapelt Kaffeesäcke aus exotischen Ländern wie Brasilien, Thailand, Kolumbien, Honduras, Guatemala, Jamaica, Kuba, Äthiopien, Ruanda, Indien oder Papua-Neuguinea. Dazu der schicke Kaffeeröster Marke Diedrich aus den USA.

Hier werden kleinste Chargen bis maximal zwölf Kilo Kaffee verarbeitet und mit der besonderen Handschrift des ›Fare Tredici‹ zur Veredlung der Bohnen geröstet. Eine Handwerkskunst, die viel mehr ist, als nur braunen, trinkbaren Kaffee herzustellen. Nassim Schäfer, Inhaberin und Gilderösterin, spricht mit Leidenschaft davon, wie sie das harmonisch gute Ergebnis erreicht. Für jeden Geschmack kennt sie die passende Sorte und die idealen Zubereitungsart. Alljährliche Auszeichnungen und erst recht die stetig wachsende, überregionale Kundschaft geben ihrem Konzept vollkommen recht.

Im ersten Obergeschoss werden dafür sogar gefragte Seminare das ganze Jahr über ausgerichtet, um die Endverbraucher in lockerer Atmosphäre die perfekte Zubereitung zu lehren und kompetent für den Genuss zu machen. Im letzten Jahr ist das Personal auf 15 Mitarbeiter inklusive dem ersten Auszubilden im kaufmännischen Bereich gewachsen. Bis zur Limburger Kaffeerösterei war es für Schäfer ein weiter Weg, 2002 begann sie in einem winzigen Coffeeshop mit zwei Aushilfen. Und die Gilderösterin will noch höher hinaus: Eine größere Produktionsstätte soll der wachsenden Nachfrage gerecht werden.

Fare Tredici
Fare Tredici
Fare Tredici
Fotos: Kaffeerösterei Fare Tredici

Ein echtes Anliegen des gesamten Tredici-Teams ist es, soziale und ökologische Verantwortung nachhaltig vorzuleben und nicht mit einem leeren Wort zu werben. Das spiegelt sich in den hervorragenden Beziehungen zu Kaffeefarmern in der weiten Welt wie beim emsigen Netzwerken mit den regionalen Partnern wider. Ideal wäre der ausschließliche Import von Direct-Trade-Coffees. Dafür macht sich das ganze Team tagtäglich Gedanken, wie sich Verbesserungen in der Bohnenqualität mit fairen Löhnen im Herkunftsland vereinbaren lassen. Bis zu umweltfreundlicheren Verpackungen bleibt hier nichts unbedacht oder gar dem Zufall überlassen.

Ebenso ernst wird der Begriff ›Handarbeit‹ genommen. Erklärtes Ziel ist es, Arbeitsplätze durch Handarbeit auszulasten und zu sichern. Im Geschäft wird vor Ort alles von Hand abgewogen, etikettiert und verpackt – für den wartenden Kunden wie für den Online-Versand. Erst ab Bestellung wird für jede erdenkliche Zubereitungsart der Kaffee frisch und individuell gemahlen und eingetütet. Ein hoher logistischer Zeitaufwand, der aber den Stil des Hauses wunderbar inszeniert. Mit persönlicher Grußkarte geht der Kaffee frisch an die bundesweite Kundschaft raus. Und die Kunden wissen diesen herzlichen Mehrwert zu schätzen – auch wenn sie mal ein, zwei Tage länger warten müssen als bei Amazon Prime, erklärt uns Nassim Schäfer zufrieden mit dem, was sie bisher erreicht hat. Sie hat aber noch viele Pläne. VivArt wird sich gelegentlich bei einer guten Tasse Kaffee auf dem Laufenden halten.

VivArt Service Logo

Limburger Kaffeerösterei Fare Tredici

Barfüßerstraße 1–3,
65549 Limburg/Lahn
, 06431 217542
  • Di–Sa 9.30–18
  • So 11–17

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