Andreas Orosz: Realist

Fragt man den Wiesbadender Künstler Andreas Orosz nach den prägendsten Menschen für seine Kunst, so sind es nicht nur der realistische Landschaftsmaler Bernd Schwering, in dessen Klasse er in Mainz studierte, sondern auch Malergrößen der italienischen Renaissance und den Niederlanden, von van Eyck bis Vermeer. Die Malerei der ›Aufklärung‹ war ihm schon immer näher, als impressive oder impressionistische Tendenzen. Aber auch der amerikanische Fotorealismus der 1970er-Jahre verfehlte seinen Einfluss auf den jugendlichen Künstler nicht.

Der Wiesbadener Künstler Andreas Orosz
Der Wiesbadener Künstler Andreas Orosz

Andreas Orosz’ Malerei entwickelte sich zu einer kristallin-klaren Ausdrucksweise, die Überwältigungswirkung hat. Diese unmittelbare Überzeugungskraft und Schönheit entsteht durch geometrische Systematiken, durch Konstruktion. Und natürlich durch den Detalreichtum. Dabei versteht der 1960 geborenen Orosz seine Bilder als unromantisch. Wichtig sind ihm die abstrakten Qualitäten, um die Ambivalenz zwischen Bildfläche und Illusionsraum. Die Frage nach Realismus oder Hyperrealismus ist nicht so entscheidend.

Seit 2008 ist er Professor für Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Dort leitet Orosz eine Klasse für Gegenständliche Malerei, die schon einige junge vielversprechende Talente hervorbrachte. Die Klasse stellt ein einzigartiges Angebot dar. Der ›pictor doctus‹, der gebildete Künstler, gehört zu Orosz Bildungsidealen. Es wird also nur bedingt Maltechnik gelehrt, sondern die Herausbildung der individuellen Pinselsprache gefördert und künstlerische Persönlichkeit gefördert.Einige der Absolventen und Meisterschüler sind: Michael Weiss (zurzeit an der New York Academy of Art), Katharina Reschke (vertreten von Galerie Cerny, Wiesbaden), Maxim Probst sowie Lisa Morfeld (vertreten von Galerie Gering, Frankfurt). Seiner Klasse bietet Orosz regelmäßige Exkursionen nach Rom, New York oder in die Toskana an. Reisen zur Auffrischung der Motivwelt sind für den polyglotten Maler ebenso essentiell, wie man den internationalen Motiven unschwer entnimmt.

Orosz Werke wurden schon in vielen Museen in Europa gezeigt – auch auf Messen, wie der ›ART Basel‹ oder ›Art Karlsruhe‹. Zuletzt waren in der großen Überblicksschau ›Hyperrealism – 50 years of Painting‹ In der Kunsthalle Rotterdam zwei seiner Bilder gezeigt worden. Zusammen mit einigen Idolen aus seiner Jugend gezeigt zu werden ist für Orosz immer eine besondere Ehre.

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Andreas Orosz

Schulberg 10,
65193 Wiesbaden
Andreas Orosz lebt und arbeitet in Wiesbaden und Bonn und wird von der Wiesbadener Galerie Cerny + Partner vertreten. Seine Meisterschüler: www.michael-weiss-art.de www.katharina-reschke.de www.maxim-probst.de www.lisamorfeld.de

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