Salonfestival – Emma Braslavsky zu Gast bei Cicero

Emma Braslavsky

›Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen‹. Was Emma Braslavsky einem Buch als Titel zumutet, das hält sie konsequent im Innenteil. Für den Leser ist es ab und an eine Zumutung und sachliche Artistik zugleich. Während Suhrkamp verspricht, es handele es sich in ihrem ›Abenteuerroman‹ um »eine Farce über notorische Lebensoptimierer und ihren Kampf um eine bessere Welt«, schreibt Braslavsky wunderbare Sätze, die es weder in der jetzigen, noch in der besseren Welt geben wird. Leider, denn sie sind geistreich, witzig, selbstironisch und sind für alle Machos und chauvinistischen Mittvierziger, wie der Protagonist Javan selbst einer ist, zur Selbstreflexion geeignet wie auch für alle Feministinnen, die auf der Suche sind. Abenteuer gibt es hier in einer Sprache, die sich am Absurden entlang schreibt.

Wer sich davon selbst überzeugen will, sei herzlich und mit Nachdruck aufgefordert, sich eine Karte für die Lesung am 12. September in Wiesbaden zu besorgen. Denn wir freuen uns sehr, dass sich die charmante junge Autorin bei Cicero im Rahmen des Salonfestivals die Ehre gibt.

Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen

Emma Braslavsky : Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen.
Suhrkamp Verlag, 462 Seiten, ISBN: 978-3-518-42544-2, 24 EUR

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